Ich brauch ein Mic und Beats!

 

Ok, jeder der mich kennt oder aufgrund meines Äußeren auf meinen Musikgeschmack rückschließen wollte, würde meine musikalische Affinität in der Sparte von "Revolverheld" oder "Bruno Mars" einordnen. Zwar bin ich auch nicht der größte Rockabilly-Fan aber Hip Hop bzw. Rap wäre wohl das Genre, welches ich am ehesten von meinem Ipod verbannen könnte, ohne nachhaltig von Trauer erfasst zu sein. So erschöpft sich meine Kenntnis bezüglich dieser Kultur dann auch auf allseits bekanntes Halbwissen: Etwa dass diese Musikrichtung in der Bronx in New York enstanden ist und der DJ Beats mit zwei Plattentellern zusammenmischte und dass mann das dann Produzieren nannte. Und dass der Veranstalter des Abends vorher kurz "Yo Yo Yo" ins Mikrofon schrie und sich anschließend MC nannte. Und dass die Gangs ihr Revier durch mit Farbdosen an die Wand gebrachte Signaturen absteckten und irgendjemand dass dann als neue Kunstform namens Graffiti deklarierte. Gut 20 Jahre später haben Rapper wie 50 Cent den Status von Popstars, Schablonen-Graffitis von Künstlern wie Banksy hängen auf Leinwänden in Londoner Kunstgalerien und werden für fünfstellige Beträge gehandelt und Produzenten wie Dr.Dre oder Timbaland expandieren ihre Tätigkeiten fernab von Hip hop Beats und bringen Videospiele oder eigene Kopfhörer auf den Markt. Ist das nun Siegeszug oder Untergang? Ist die Verrohung der Jugend tatsächlich auf die Rap-Musik zurückzuführen? Oder ist das Dogma der Hip-Hop-Kultur ausschlaggebend für das größtenteils friedliche Zusammenleben verschiedenster Kulturen in Deutschland?




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